R.Rambow im Gespräch bei ZEITcampus

Riklef Rambow im Interview über die Bedeutung von Räumen im Arbeitskontext

Der Umweltpsychologe Riklef Rambow im Interview im ZEIT Campus Magazin zum Thema “Was Räume für den Spaß bei der Arbeit bedeuten“.

Man braucht Verbesserungen, die alle betreffen: bequeme Sitzgruppen in der Kantine oder eine andere Anordnung der Arbeitsplätze. Oft hilft es, eine Wand zu öffnen und so eine Sichtbeziehung zwischen zwei Kollegen zu schaffen. Viele ältere Bürogebäude sind unvorteilhaft gebaut, die Menschen sitzen dort voneinander abgeschottet.

Eine spielerische Umgebung schafft eine gelassenere Atmosphäre als ein Konferenzraum mit Mahagonitisch. Die Einrichtung signalisiert: Hier muss nicht alles ernst und perfekt sein. Das ist kein Selbstzweck, sondern soll die Mitarbeiter ermutigen, auch verrückte Ideen zu äußern. Das gelingt allerdings nur, wenn die bunten Möbel mehr sind als Fassade und eine offene, fehlertolerante Kultur im Unternehmen tatsächlich gelebt wird. Wenn die Hierarchien nicht zu starr sind und auch die Praktikanten mitreden dürfen. Sonst bringt die modernste Einrichtung nichts. Grundsätzlich gilt: Es gibt keine Standardlösungen. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden.

(R. Rambow 2017, ZEIT Campus Magazin 4/17)

Riklef Rambow ist Professor für Architekturkommunikation am Karlsruher Institut für Technologie KIT. Im Jahr 2012 besuchte er uns als Vortragender mit dem Thema ExpertInnen-LaiInnen Kommunikation.